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Newsletter 6. Dezember 2017

Top Thema

Kulturdaten kreativ nutzen: Coding da Vinci 2017

Es gab wieder Preise. Beim Kulturhackathon „Coding da Vinci“ kam es am letzten Wochenende zur Preisverleihung im Jüdischen Museum Berlin. Und es gab verdient Preise, denn die Zusammenarbeit von Kulturinstitutionen und Kreativen brachte hervorragende Ergebnisse, so Arne Cypionka. 15 Teams präsentierten ihre Lösungen – von „Altpapier“ über „Bertuchs Bilderspiel“ bis zu „Visualisierung jüdischen Lebens“. Die Fachjury, so Projektleiterin Barbara Fischer, war von den originellen wie technisch hoch ausgereiften Ergebnissen ebenso begeistert wie die über zweihundert Besucher. Neben fünf Preisen für „most technical“, „best design“, „funniest hack“, „most useful“ und „out of competition“ ging „Everybody’s Darling“ dieses Mal an „Skelex“, eine Virtual-Reality-Anwendung mit Skeletten von Schlangenköpfen in einer Atmosphäre, die an Museen erinnert. Allerdings dürfen die Ausstellungsstücke hier angefasst und direkt für eigene Experimente genutzt werden.

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Kultur Digital

Über Digitalisierung

Mitte November diskutierten Teilnehmer aus Bildung, Kultur und Politik in Nauen auf einer Fachtagung der Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg die Digitalisierung. Wie verändert sich das Lernen und Zusammenarbeiten in Bildung und Kultur durch digitale Formate? …
freiheit.org

Online-Kartei

Zum NS-Kunstraub in Österreich kann jetzt auf einer neuen Website des Kunsthistorischen Museums und des Bundesdenkmalamtes in den jeweiligen Quellen vereint recherchiert werden. 11.500 Karteikarten zum Zentraldepot der Nationalsozialisten sind hier online.
futurezone.at, zdk-online.org

Virtuelle Tour

In Frankfurt am Main steht der Neubau der Altstadt kurz vor der Fertigstellung. Per 360-Grad-Tour können die Bauarbeiten in der Gasse zum Dom, am Marktplatz mit Stoltze-Denkmal oder im Haus „Schlegel“ schon jetzt virtuell besichtigt werden.
hessenschau.de

Social Media und Kultureinrichtungen

Digitales aus der Provinz

Daniela Sistermanns berichtet im Marta-Blog über digitale Kommunikationswege im Museum, einem Vortrag auf der Tagung der Fachgruppe „Kulturhistorische Museen und Kunstmuseen“ des Deutschen Museumsbundes zu „Vergessene Provinz“.
marta-blog.de

Gebloggtes vor der Wiedereröffnung

Seit Mitte Oktober erzählt das Haus der Geschichte in Bonn kurz im Blog über die Arbeiten hinter den Kulissen bis zur Wiedereröffnung des Museums. Ob Ausstellungsassistentin, Kommunikationsdirektor oder Service-Roboter Eva, alle stecken in den letzten Vorbereitungen.
hdg.de

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Mobile Anwendungen im Kulturbereich

Barrierefreie Ausstellungsbesuche

Zusammen mit sieben Tastbildern zu Gemälden der Sammlung bilden eine App und Audioguides das Programm der Berlinischen Galerie für blinde und sehbehinderte Menschen. Sie tragen mit Bildbeschreibungen und weiteren Informationen zur Orientierung im Museum bei.
tagesspiegel.de

„Die Bibel EÜ“

Seit dem ersten Advent gibt es die neue, überarbeitete Einheitsübersetzung der Bibel vom Katholischen Bibelwerk auch als App. Hinterlegt sind hier zusätzlich die jeweiligen biblischen Tageslesungen der katholischen Kirche sowie verschiedene Lesepläne.
pro-medienmagazin.de, Google Play, iTunes

Kultur und Technologie

Farbige Vergangenheit

Per Projektion von Hologrammen auf die Büste des Echnaton, mit der App HoloLens wurde auf der internationalen Konferenz „Reconstruction of Polychromy“ Ende November in Bordeaux rekonstruierte Vergangenheit in Farbe vorgestellt.
win-verlag.de

Cultural Entrepreneurship

Zertifikat in Museum Studies

Im kommenden Sommersemester bietet „museOn – weiterbildung & netzwerk“ 40 Kurse für Berufstätige im Museums-, Ausstellungs- und Sammlungsbereich an. Die Blended-Learning-Kurse können einzeln oder kombiniert für ein Museum-Studies-Zertifikat studiert werden.
idw-online.de

Studien rund um Kultur

Wie lange dauert Kunst betrachten?

Isaac Kaplan stellt einige Studien der vergangenen Jahre vor, die untersucht haben, wie lange sich Museumsbesucher Kunstwerke ansehen. Die durchschnittlichen Werte liegen um die 25 Sekunden. Wer also eine Minute lang schaut, liegt weit über dem Durchschnitt.
artsy.net

Kultur-Zahlen

200.000

Zum Jahresende schließt laut Ulrike Simon das Webportal des Kunstmagazins „Art“, weil 200.000 Unique User – Messwert, der im Unterschied zu Page Impressions Seitenbesucher nur einmal zählt – dem Verlag Gruner + Jahr nicht ausreichend profitabel sind.
turi2.de

Spaßkultur

Im Museum immer müde?

Oft schlafen sie im Sitzen und nur die geschlossenenen Augen verraten sie. Bei einigen Museumsbesucherinnen und Museumsbesuchern ist die Schlafhaltung auf Bänken und Boden dagegen ganz offensichtlich.
peoplesleepinginmuseums.tumblr.com

Kultur-Zitat

„Man ist kein Besucher, sondern ein Teilnehmer. Man wird zum Einwanderer. Wenn der Körper sagt, dass es passiert, dass es real ist, dann hilft das Menschen dabei, sich in eine andere Identität zu versetzen. Der Körper lügt nicht“, sagte Regisseur Alejandro González Iñárritu, Ehrenoscar-Gewinner für die Virtual-Reality-Installation „Carne y Arena“, in einem Gespräch über die Zukunft von Virtual Reality.
vrodo.de

Termine

29.11.-20.12.2017 B3 Biennale des bewegten Bildes, Frankfurt am Main

07.-08.12.2017 European Culture Forum, Mailand
11.12.2017 #LibraryOfStories2017 – Uraufführung mit LiveStorytelling, Berlin
12.12.2017 Von Künstlern und Dämonen:…zum E.T.A. Hoffmann Portal, Berlin
15.-16.12.2017 „Die ersten Schritte – gewusst wie!“ Gründer­seminar STARTER, Bonn

08.01.2018 Europäisches Kulturerbejahr 2018 – Nationaler Festauftakt, Hamburg
10.01.2018 Der digitale Wandel der Museen am Beispiel des Deutschen Museums, Erlangen
25.01.2018 Abschied von den Dingen? Über Möglichkeiten und Grenzen musealer Digitalisierung, Erlangen
26.01.2018 #ADA: Post-internet Arts Education, Düsseldorf

01.02.2018 Virtuelle Forschungsumgebungen für das Kulturerbe, Erlangen
01.-03.02.2018 4. Österreichische Citizen Science Konferenz, Salzburg

Bildserie der Woche

Schlafende. Morgens immer müde?


prometheus-bildarchiv.de